Bezahlung der Fotomodels

Dienstag, 30. September 2008

Robert hat auf seinem Blog einen ausführlichen Artikel darüber geschrieben, wie er seine Models bezahlt und wie das andere handhaben. Das ist sehr interessant zu lesen.

In der Realität gibt es tatsächlich alle möglichen Ausprägungen:

Und es passiert natürlich auch oft, dass das Model denkt: “Ich bin so gut und erfahren, ich sollte für das Shooting Geld bekommen” und im gleichen Fall der Fotograf denkt: “ich bin so ein toller Fotograf, das Model sollte mich eigentlich bezahlen”. Die Diskussionen darüber, wer eigentlich wen bezahlen sollte, füllen ganze Foto-Foren und nicht selten entsteht bei einer solchen Diskussion böses Blut. Daher finde ich es wichtig, offen über dieses Thema zu reden. Entweder die gegenseitigen Vorstellungen decken sich, oder eben nicht.

Zu den Ausführungen von Robert habe ich nur noch zwei Anmerkungen:

  1. Ein Fotograf sollte sich nie darauf einlassen, dass ein Model kommerzielle Rechte an den Fotos bekommt. In der Realität sieht man das teilweise bei Einsteigern in die Modelfotografie. Hintergrund: Wenn ein Model kommerzielle Rechte hat, kann der Fotograf ein Bild nicht mehr exklusiv verkaufen. Und damit bringt er sich um eine wichtige Einnahmequelle! Natürlich soll das Model, sofern es nicht für das Shooting bereits bezahlt wurde, bei einem lukrativen Verkauf nicht leer ausgehen und daher kann man bei einem TfP-Shooting eine prozentuale Beteiligung am Verkaufserlös vereinbaren.
  2. Robert schreibt, dass einige Fotografen die Ausschüttung an Models nach oben deckeln. Ich mache das genau anders herum: Bei Kleinbeträgen schütte ich an Models gar nichts aus, dafür wäre der Verwaltungsaufwand einfach zu groß. Nur bei größeren Umsätzen werden TfP-Models in der Regel beteiligt. Und das hat sich in der Praxis auch bewährt: Kein TfP-Model erwartet eine Beteiligung, wenn ich ein Bild in einer Mikrostock-Agentur für 10 Euro verkaufe. Wenn ich aber 1000 Euro Umsatz mit einem Bild mache, sieht das schon ganz anders aus.
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3 Kommentare

  1. 1 Jörg
    1. Oktober 2008 07:24 Uhr   

    ich halte geld lieber aus meinen fotoshootings raus. ich arbeite nicht für geld und genauso möchte ich weder models bezahlen, noch mich von models bezahlen lassen. in dem moment wo geld ins spiel kommt, bin ich nicht mehr frei in meiner zeiteinteilung und in der art, wie ich arbeite… das produziert mir zu viel druck, der meist auf kosten der kreativität geht.

  2. 2 Jens
    1. Oktober 2008 13:09 Uhr   

    Die prozentuale Beteiligung wird allerdings schwierig, wenn man es im Laufe der Zeit mit einer größeren Anzahl Models zu tun hat, die man suchen muß, weil sie umgezogen sind, neue Bankverbindungen haben etc.

  3. 3 browserfruits : Foto News & Links 2008/10/04 » Beitrag » Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel
    4. Oktober 2008 16:45 Uhr   

    [...] Thema “Bezahlung der Models” gelesen hat, wird sicher auch mit grossem Interesse die Ausführungen dazu auf dem Studio-Blog lesen [...]

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