Alle Einträge aus Juni 2008
Dienstag, 24. Juni 2008
Jedes Model braucht ein Modelbook. Das wird spätestens klar, wenn eine Einladung zu einem Vorstelltermin bei einer Agentur oder einem Fotografen ansteht. Die selbstverständlich geäußerte Bitte “… bring bitte Dein Book mit …” führt dann manchmal zu Panik: Mist, so etwas habe ich noch gar nicht, wo bekomme ich das so schnell her?
Ich verkaufe Modelbooks und mindestens einmal pro Woche bekomme ich die dringende Bitte, das Book so schnell wie möglich zu versenden. Ist dann sogar ein Express-Versand per Post erforderlich, wird es so richtig teuer, dann stehen über 30 Euro Express-Versandkosten an. Das kann man wirklich vermeiden, indem man sich als Model rechtzeitig um ein Modelbook kümmert. Dann kann man sich auch in Ruhe überlegen, ob man das Book bei mir kauft oder bei einem meiner Mitbewerber
Versand für Modelbooks
Allgemein |
Dienstag, 17. Juni 2008

Im April habe ich die Schauspielerin Nadja Werner fotografiert. Sie hat schon in verschiedenen Fernsehserien vor der Kamera gestanden, beispielsweise zusammen mit Claus-Theo Gärtner in “Ein Fall für zwei”.
Die Schauspielerei ist aber offensichtlich keine so zuverlässige Einnahmequelle, also arbeitet sie zusätzlich auch noch als Fotomodel. Eine sinnvolle Kombination, wie ich finde.
Allgemein |
Montag, 16. Juni 2008
Prof. Faulhaber von der University of Philadelphia behauptet sehr provokativ: Das Copyright ist tot.
Ist das jetzt wirklich provokativ oder entspricht das bereits der Realität?
Gerade für Fotografen wäre das dramatisch, da so ein wichtiger Einnahmezweig wegfällt. Andererseits muss man den Realitäten in’s Auge sehen: Musik, Bilder und andere Medien sind durch das Internet immer und überall verfügbar, das Unrechtsbewusstsein der meisten Personen ist nicht vorhanden, wenn sie sich an dieser Auswahl ungeniert bedienen.
Da tut es gut, wenn durch eine neue Veröffentlichung der Bundeszentrale für politische Bildung Informationen zum Thema Urheberrecht geliefert werden. Und diese Informationen sind als pdf-Download dieses mal wirklich kostenlos und sehr lesenswert. Vielleicht ist das Urheberrecht, also das Recht der Urheber, doch noch nicht so tot. Ansonsten wird es nämlich bald keine Urheber mehr geben. Die sind dann nämlich genauso tot wie ihre Rechte.
Fotorecht |
Sonntag, 15. Juni 2008
Für Fotografen sind Referenzen, ebenso wie für Models, sehr wichtig. Insbesondere sind sogenannte Tearsheets sehr gerne gesehen, da so nachgewiesen wird, dass ein realer Auftrag hinter den Fotos stand und die Bilder auch kommerziell verwendet werden.
Daher bin ich immer sehr interessiert daran, Belegexemplare meiner genutzten Fotos zu bekommen. Nicht immer klappt das, weil es für eine Werbeagentur oder die Marketing-Abteilung einer Firma Monate nach dem Fotoshooting einen nicht unerheblichen Aufwand bedeutet, die Drucke an den richtigen Fotografen zu versenden. Ein freundliches Nachfragen wirkt da manchmal Wunder.
Es kommt aber auch vor, dass ich die Nutzung meiner Fotos eher zufällig erfahre. Mich rief zum Beispiel einmal ein Model an, weil sie sich gerade am Zeitschriften-Kiosk auf dem Titel einer Illustrierten entdeckt hatte. Da die Zeitschrift schon im vorherigen Monat erschienen war, hatte ich Mühe, an meinem Heimatort überhaupt noch ein Exemplar davon zu bekommen.
Ende letzter Woche war es dann wieder einmal soweit: Bei einem Stadtbummel in Mannheim fiel mir der Katalog der Kosmetikmarke Arya-Laya in die Hände. Der Katalog war fast ausschließlich mit Bildern gestaltet, die von mir stammen. Die Werbechefin der Firma hatte mir zwar vor einiger Zeit angekündigt, dass dieser Katalog geplant ist, es aber dann wohl doch vergessen, mir ein Exemplar davon zuzuschicken.

Marketing für Fotografen |
Mittwoch, 11. Juni 2008
Es ist jetzt schon ein paar Tage her, dass ich mein erstes Shooting mit dem Profoto AcuteB 600R Generator gemacht habe. Dabei ist es dann passiert: Das weibliche Model stand auf einem Sandhaufen, ich davor, der Blitzkopf auf einem auf 2,70 m ausgefahrenen Stativ daneben. Einen unbedachten Moment später fiel das Ding dann um. Der Assi (=Begleiter des Models) rief zwar noch eine Warnung, aber es war zu spät. Der Blitzkopf schlug (glücklicherweise!) im Sandhaufen auf und wurde dort begraben.
Der Sandhaufen dämpfte den Sturz soweit ab, dass dem Blitzkopf absolut nichts passiert ist. Puh, Glück gehabt, ein neuer Kopf hätte 700 Euro gekostet …
Erfahrungsbericht AcuteB 600R Akku-Blitzgenerator
Philipp Paulus @ 12.06.2008 06:20 CEST
Na dann sei aber froh, dass du einen Profoto hast

Mit allen Herstellern wäre das nicht gegangen.
By the way: Ich würde mich mal über einen ausführlichen Artikel über die ganze Blitzpolitik freuen, sprich, wo du deine Erfahrungen von Profoto oder Pocket Wizards äußerst, etc.
Ist sicher interessant.
lg,
phil
omori @ 13.06.2008 23:27 CEST
@ Phil: Ja, mache ich gerne.
Foto-Equipment |
Dienstag, 10. Juni 2008

Gerade habe ich auf FOTOGRAFR einen Artikel über Fotografie an sogenannten “Lost Places”, also verlassenen Orten, geschrieben, da berichten heute die Blogs Kraftfuttermischwerk und Nerdcore über ein Fotoshooting in einem verlassenen Freizeitpark in Berlin. Das scheint eine sehr interessante Location zu sein, leider ist sie nicht öffentlich zugänglich. Interessant ist auch, bei Wikipedia die wechselvolle Geschichte dieses Freizeitparks zu lesen.
Ich glaube, wenn ich einmal in der Nähe von Berlin bin, versuche ich, legal auf das Gelände zu kommen.
Foto: Dennis Gerbeckx
Nick @ 10.06.2008 20:10 CEST
Hachjaaa. Der Spreepark! Da kommen Kindheitserinnerungen hoch … ich wusste gar nicht, das dort noch soviel rumsteht! Ich glaub ich muss da auch nochmal hin..
Fotolocations |
Samstag, 7. Juni 2008
Was hat die Sendung “Germany’s Next Topmodel” mit der Realität zu tun? Interessante Frage, die auch von Profis unterschiedlich beantwortet wird. Yannis Nikolaou, Chef von Place Models in Hamburg, würde laut einem Interview mit dem Magazin Zoomer keines der Models buchen, weil sie nach seinen Worten alle zu meckerig sind und es ihnen an Klasse und Potential fehlt.
Margrieta Wever, internationales Topmodel, hält die gezeigten Szenen durchaus für realistisch.
Nach meiner Erfahrung hätten einige der Verhaltensweisen, die von den Models gezeigt wurden, in der Realität dazu geführt, dass sie kein Model-Agent mehr mit der Kneifzange angefasst hätte. Auch wenn PRO 7 natürlich viele Konfontation bewusst herbeigeführt hat, fehlte es einigen Models am Realitätssinn und an der richtigen eigenen Einschätzung.
Aber egal, gewonnen hat eigentlich jeder: PRO 7 hatte seine Quote, die Familie Klum hat ihren Umsatz und die Kandidatinnen haben Erfahrungen gesammelt, die sie ohne die Sendung niemals hätten machen können. Diesen Erfahrungen sind sicher sehr wertvoll, ob in ihrer weiteren Karriere als Model oder in einem ganz anderen Beruf.
Und für den Zuschauer war es meistens auch ganz unterhaltsam.
ThomasMoor @ 09.06.2008 08:45 CEST
Sehe das ziemlich ähnlich wie du es beschrieben hast.
Jeder der Showteilnehmerinnen hat Erfahrung und Referenzen sammeln können welche sie so aus eigener Kraft niemals erreichen könnten oder nur sehr sehr schwer.
Aber jetzt kommt es ganz auf sie selber an. Wenn sie sich bemühen und jetzt anfangen ihre Zeit zu investieren bin ich überzeugt das es die ein oder andere schaffen könnte in dem Beruf “TOP-Model” fuss zu fassen.
Allgemein |
Donnerstag, 5. Juni 2008
Die Website pixdaus ist ein Rätsel für mich. Täglich werden hier dutzende von Hammer-Fotos gepostet. Absolut sehenswert und in recht hoher Auflösung.
Aber: Wo kommen die nur alle her? Ob da in jedem Fall das Urheberrecht eingehalten wird, ist zumindestens zweifelhaft.
Aber, was soll’s: Ansehen ist erlaubt!
Ralf-Jürgen Stilz @ 05.06.2008 17:50 CEST
Das sind auf jeden Fall unterschiedliche Künstler und ein paar der Fotos habe ich schonmal gesehen. Als recht populäre Fotos bei Flickr.
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Mittwoch, 4. Juni 2008
PRO 7 hatte für heute morgen zum Presse-Fototermin mit Heidi Klum und den Topmodel-Finalistinnen eingeladen. Da ich den Termin leider nicht wahrnehmen konnte, habe ich Robert Kneschke gebeten, hinzugehen (Vielen Dank, Robert!). Hier ist sein Bericht:

Das Finale naht: Morgen geht die dritte Staffel von “Germany’s Next Topmodel” in die letzte Runde und Pro 7 rührt noch mal die Werbetrommel.
Eine Pressekonferenz mit Fotoshooting darf nicht fehlen. In der Sendung wird das nicht gezeigt, deshalb holen wir das hier nach.
Um 10 Uhr ist für eine Viertelstunde im Kölner Hotel Marriot zum Fototermin geladen. Ca. 40 Fotografen und Kameramänner, nur wenige Frauen, warten auf die Models.
Einige kennen sich, man begrüßt sich, aber es bleibt ein Wettbewerb um das beste Foto: “Ist da noch Platz neben Dir, wo das Objektiv steht?” “Nein!” “Kannst Du diese Tasche hier wegnehmen, die liegt im Weg?” “Nö, die brauche ich, um meine Objektive zu wechseln”. Eine Fotografin hat dick auf ihrer Kamera stehen “Touch it… and die!”
Standesgemäß beginnt die Veranstaltung eine halbe Stunde später. Es beginnt ein Gerangel und Geschiebe, die Ellenbogen werden ausgefahren, sozusagen ein fotografischer “Moshpit”. Das Blitzlichtgewitter bricht an, wer hinten steht, muss die Kamera hochhalten und auf gut Glück abdrücken. Einige haben kleine Leitern oder Koffer zum Raufstellen mitgebracht.
Heidi Klum und ihre Models arbeiten professionell. Alle schauen erst zusammen nach links in die Kamera und bewegen dann nach und nach die Köpfe nach rechts, damit alle Fotografen möglichst einen Blick in die Kamera einfangen können.
Hier zeigt sich schnell, was ein angehendes Model von einem Topmodel unterscheidet: Von Heidi Klum konnte ich viel mehr Bilder machen, bei denen sie direkt in die Kamera schaut als von den Newcomern.
Fotografisch ist so ein Termin anstrengend, weil die Lichtsituation sehr schwierig ist: Der kleine Raum ist relativ dunkel, durch das Blitzlichtgewitter passiert es schnell, dass viele Fotos zu hell oder zu dunkel werden. Da hilft nur, mehr Fotos zu machen, was wiederum für mehr Blitzlichter sorgt. Außerdem ist die Zeit begrenzt, was für einen hohen Adrinalinpegel sorgt.
Nach ca. fünfzehn Minuten ist die Show vorbei, die Models werden von Bodyguards in einen anderen Raum begleitet, um sich für die folgende Pressekonferenz frisch zu machen und die Fotografen packen ein. Einer sagt zu seinem Kollegen: “Mann, war das ein Kampf. Wir sehen uns morgen!”
Robert Kneschke

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Montag, 2. Juni 2008
In der vorletzten Woche habe ich mit der Familie einen historischen Bauernhof besucht. Man konnte Leben und Arbeiten der Bevölkerung aus dem vorletzten Jahrhundert hautnah erleben.
Am Eingang des Bauernhofs wartete eine Fotografin auf uns, die uns überfallartig fotografiert hat. Wir rangen uns gerade so ein überraschtes Lächeln ab. Am Ausgang kam es dann wie erwartet: Die Fotografin hatte in der Zwischenzeit das Bild auf einem mobilen Fotodrucker ausgedruckt und bot es uns zum Kauf an. Natürlich war ich interessiert an der Arbeit der Kollegin und wollte ohne Umschweife das Bild kaufen, zumal sie es uns für nur 6 Euro angeboten hat.
Meine Frau wehrte aber entschieden ab. Und sie hatte recht: Wir waren alle unmöglich getroffen, das Bild war wirklich keines von der Art, wie man sie sich gerne anschaut. Dabei hätte ich gerne auch einmal ein Bild von mir und der Familie gehabt und hätte dafür nicht nur 6, sondern sogar 16 oder gar 26 Euro gezahlt. Wenn es denn gut gewesen wäre. Ein Tipp also an die Kollegin: Vielleicht sich ein wenig mehr Zeit mit den Kunden lassen, ein paar nette Worte austauschen, vielleicht nicht nur eins, sondern drei oder vier Fotos machen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Bilder gut werden. Oder sind die Kunden in solchen Einrichtungen so unkritisch? Offensichtlich ist das ja ein Geschäftsmodel, das aufgeht, sonst hätte sie es längst aufgegeben.
Kommentare
Toasti @ 04.06.2008 09:16 CEST
Dann lauft doch einfach mal mir vor die Kamera. Der Effekt das man selbst nie auf Bildern ist, ist einer der Gründe warum manche Leute Photograph werden *g*
Aber haste Du es der Kollegin eigentlich auch gesagt? Oder im Unklaren gelassen und weitergegangen?
omori @ 04.06.2008 17:26 CEST
@ Toasti: Klar habe ich ihr gesagt, dass uns das Bild nicht gefällt. Aber ich fand es nicht angebracht, ihr zu sagen, wie sie ihren Job machen soll. Wie gesagt: Offensichtlich läuft es ja ganz gut für sie.
Toasti @ 04.06.2008 18:16 CEST
Stimmt schon. Ist auch immer eine Gratwanderung zwischen “Affektiert wirken” und “Dummschwätzer”. Da ist Schweigen einfach manchmal besser.
Und why not, ich stell mir den Job auch nicht unbedingt einfach vor. Erstmal ein gutes Bild machen und dann noch Verkaufstalent zeigen und es an die Frau, vers. den Mann bringen. Dazu gehört schon so einiges.
schindelbeck @ 14.06.2008 15:30 CEST
Meine Erfahrung ist, dass die meisten Menschen eben keineswegs besonders auf fotografische Qualität achten. Insofern ist jeder zusätzliche Aufwand für die Fotografin vertane Zeit…wenn ihr nicht gerade ein Fotograf die Linse kreuzt.
Gruß
fs
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